ein gutes Leben Für Alle

nach Bedürfnissen & Fähigkeiten

Anstatt uns hinter unseren Privilegien zu verstecken oder uns auf ihnen auszuruhen, möchten wir Verantwortung übernehmen.

Für ein gutes Leben

nach Bedürfnissen & Fähigkeiten

Anstatt uns hinter unseren Privilegien zu verstecken oder uns auf ihnen auszuruhen, möchten wir Verantwortung übernehmen.

Wir träumen von einer Wandelregion

 

Wir träumen von einem guten Leben für Alle. Als junge Menschen, die sich den globalen Krisen und Herausforderungen unserer Zeit bewusst sind, sehnen wir uns nach einer gerechteren, schöneren und freieren Welt, zu der Alle einen gleichberechtigten Zugang haben. Wir sind auf der Suche nach Wegen, wie wir mit unserem Handeln auf die Notwendigkeit eines Systemwandels antworten können.

Diese Sehnsucht führt uns vor die Frage, die allzu oft vergessen wird zu stellen: Es ist die Frage nach der Utopie. Welche Muster haben uns hier hingeführt und wie können wir sie ändern? Wie könnte die Welt in unseren kühnsten Vorstellungen aussehen? Wie würde sie sich anfühlen, anhören, riechen, schmecken? Wie würden unsere Kinder uns bitten zu leben?
 

Wie würde diese Art des Lebens in einer Region aussehen

Wenn wir uns diese Fragen stellen, fangen unsere Köpfe an Bilder zu malen. Diese Bilder betrachten wir auf vier verschiedenen Ebenen des gesellschaftlichen Zusammenlebens: 
 

In der Ökologie

Viele Köpfe und Hände arbeiten daran, den entstanden Schaden unserer Ökosysteme aufzufangen und sie in reichhaltige Lebensorte der Artenvielfalt zu verwandeln. Wir blicken über bunt bestückte Felder und Waldgärten, auf denen viele Menschen miteinander plaudern, während sie die Nahrung für ihre Mitmenschen ernten. Wir sind mobil, indem wir unsere Autos miteinander teilen und Bahnöfe wiederbeleben. Es wird regenerativ mit den Ressourcen der Erde umgegangen und unser Verbrauch hinterlässt einen wertvollen Beitrag in den Kreisläufen der Natur.

 

In der Ökonomie

Wir lernen ein gemeinschaftliches Wirtschaften miteinander anstatt gegeneinander, in dem der Fokus auf Gemeinwohl, anstelle von privatem Profit und sinnlosem Wachstum liegt. Menschen organisieren ihre Tätigkeiten auf der Basis von Freiwilligkeit und Verantwortung, entfacht aus einer Balance zwischen Lust und Notwendigkeit. Sie können dem nachgehen was sie lieben und damit einen wertvollen Teil zur Gesellschaft beitragen. Auch Sorgetätigkeiten und reproduktive Arbeit wird wertgeschätzt. Wir schaffen Gemeingüter, Commons und Kollektivbetriebe, die wir selbst verwalten. Wir sorgen gemeinsam für einen gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen, die wir bedürfnisorientiert verteilen, sodass genug für Alle da ist.

 

Im Sozialen

Es entsteht eine inklusive, partizipative und transparente Form der Selbstorganisation. Alle, die von Entscheidungen betroffen sind, haben größtmöglichen und direkten Einfluss auf diese. Dabei möchten wir uns ebenfalls darin üben, die Bedürfnisse zukünftiger Generationen und nicht-menschliche Bedürfnisse zu berücksichtigen. Gemeinsam sorgen wir für einen gleichberechtigten Zugang zu ganzheitlicher Bildung, Gesundheitsversorgung und anderen Ressourcen. Wir leben in Netzwerken von Gemeinschaftlichkeit, in denen alle Menschen auf ihre Art Teil sein können, und feiern ihre Vielfalt. Wir sind uns bewusst, welche Strukturen von Diskriminierungen und Ausschlüssen unsere Gesellschaft geprägt haben und noch immer fortwirken. Wir reflektieren diese mit dem Ziel, sie aufzuheben. Wir üben uns in Methoden der Konfliktlösung und setzen uns ein für globale Gerechtigkeit ein, im Großen sowie im Kleinen.

 

In der Kultur

In unserem Miteinander lernen wir, einander besser zuzuhören und haben wieder mehr Zeit für die Jüngsten und die Ältesten. Im Kontakt mit uns selbst und anderen üben wir uns in Empathie, Rücksichtnahme, Selbstbestimmung und Anerkennung von Vielfalt, und setzen zum Schutz dieser auch Grenzen. Wir beschäftigen uns mit dem Altem und erfinden Neues. Wir stärken unsere Achtsamkeit für Diskriminierungen und Privilegien. Wir setzen uns ein für eine Gewaltfreiheit allem Leben gegenüber in Anerkennung, dass es ein Privileg ist, gewaltfrei wandeln zu können.

   
 
Diese Bilder beflügeln uns, schenken uns Kraft und Motivation sie in die Realität zu malen. Dafür wollen wir in einer Region zusammenkommen, die Menschen vor Ort fragen, was sie sich wünschen und gemeinsam ökologische und solidarische Strukturen aufbauen. Unser Wunsch ist es mit vielen kleinen Projekten, Gemeinschaften und Haushalten regionale Netze der Transformation zu weben und so einen Systemwandel von unten zu bewirken. Wir wollen herausfinden wie wir im Wandel hier vor Ort im Bezug zur Welt stehen können und die globalen Verhältnisse der Welt mitdenken und einbeziehen können.
 
Zum Glück ist auf allen Ebenen schon vieles da, auf dem wir aufbauen und das wir weiterentwickeln können! Von solidarischen Landwirtschaften, Permakultur und Agroforst, Gemeinschaftsgärten und Waldaufforstung, über Allmendestrukturen, gemeinsamen Ökonomien und Umsonstläden, zu Freien Schulen, nachbarschaftlichen Begegnungsorten, Bürger*innenversammlungen und Gewaltfreier Kommunikation. Der Reichtum an Ideen und Möglichkeiten ist riesig und voller Tatendrang können wir es kaum erwarten sie aufzugreifen und in die Umsetzung zu kommen. 
 
Gleichzeitig wollen wir innehalten und zuhören, forschen und diskutieren, anfangen und ausprobieren, scheitern und wieder neu beginnen. Dabei ist es uns wichtig eine fragende Haltung zu bewahren, weil wir ganz vieles noch nicht wissen und das meiste erst im Prozess lernen werden. Wir können in die Richtung unserer Ideen gehen, in voller Anerkennung, dass es viele verschiedene Wege der Transformation zu beschreiten gibt und sie alle ihre eigene Berechtigung haben.
 
Wir begreifen uns als Teil einer Bewegung hin zu einer regenerativen, postkapitalistischen, sozial und ökologisch gerechten Welt, ohne wissen zu können, wie diese genau aussehen wird.